Ein Lebewesen ist wegen mir gestorben. An einem warmen Tag in meiner Kindheit fragte mich eine Freundin, ob wir zusammen den Fröschen helfen wollen. Mein Heimatort ist von Feldern umgeben. Gerade fand eine Krötenwanderung statt. Wir gingen die Wege am Feld entlang. Überall waren winzige Kröten. Wir nahmen sie in unsere Hände und setzten sie einige Meter weiter wieder hin. Ich nahm eine Kröte in die Hand und setzte sie genau in die Mitte eines Gullideckels. Kurz saß sie da und mit einem Satz sprang sie in eins der Löcher des Gullideckels. „Warum hast du das gemacht?“ Meine Freundin sah mich entgeistert an. „Ich wollte nur sehen, ob der Frosch es schafft, nicht in das Loch zu springen“, antwortete ich. In dem Moment, indem ich die Idee zum Froschroulette hatte, beabsichtige ich nicht, etwas anderem Leid anzutun. Die winzige Kröte musste im Dunkeln sterben.

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