Ich versuche, mich zu übergeben. Stecke eine Fischgräte in meinem Hals? Ich weiß nichts über die innere Anatomie meines Kopfes.
Ich gehe zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt, weil ich denke, dass eine Fischgräte in meinem Hals steckt. Wenn ich schlucke, spüre ich ein schmerzhaftes Kratzen. 
Im Wartezimmer spricht eine Frau mit versagender, tiefer Stimme, anscheinend zu ihrem Sohn.
Ich gehe in den Behandlungsraum, als ich dazu aufgerufen werde.
„Sie haben also Fisch gegessen? Was für einen?“
„Saibling.“
Der Arzt sieht in meinen Hals. Mir ist aufgefallen, dass er keinen Doktortitel hat.
„Ich kann keine Fischgräte sehen. Sie haben so gut wie keinen Würgreflex. Wenn sich aber herausstellen sollte, dass Sie doch eine Fischgräte im Hals haben, könnten sie mich verklagen. Ich gebe ihnen also eine Krankenhauseinweisung mit, rate ihnen aber, nicht hinzugehen, da dies sehr unangenehm für Sie werden könnte. Zur Absicherung gegen eine Klage werde ich mit ihrem Hausarzt telefonieren. Bei einer Fischgräte im Hals sollte man Brot essen.“
Am nächsten Tag in meiner Wohnung höre ich raunende Männerstimmen direkt vor meiner Tür. Als ich das nächste Mal meine Wohnung verlasse, entdecke ich einen Laib Brot vor meiner Tür. Hat ein Hals-Nasen-Ohrenarzt Brot vor meine Tür gelegt?



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